bauhäusle

marianne schreiner . dipl.ing.(fh) . baubiologin ibn

Die Frage nach dem passenden Umfeld …

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Heute morgen war mein Aufwachen begleitet vom Getöse einer Straßenkehrmaschine, die unten am Haus vorbeifuhr. Mein erster Gedanke: “Wowh, das pulsierende Leben!” Menschen, die unsere kleine Stadt hier sauber halten … eine komplett andere Qualität als Beppo, der Straßenkehrer aus Momo. Und doch, der Lärm war mir nicht unangenehm, ich spürte Dankbarkeit und Freude für den Einsatz dieses Mannes (oder vielleicht wars eine Frau?).

Nun habe ich im Lauf meines Lebens erlebt, dass die Bedürfnisse von uns Menschen an das Umfeld, in dem wir leben, weit auseinander gehen. Mancher wird schier wahnsinnig angesichts einer solchen Lärmentwicklung, anderen ists völlig egal. Oftmals suchen sich Menschen ihr Wohnumfeld unter dem Gesichtspunkt der Arbeitsstelle, sie sehen es nicht als Wahlmöglichkeit, wo und wie sie leben. Und immer noch wird nach dem Motto “schaffe, schaffe, Häusle baue” ein Prestigeobjekt Eigenheim in einem quadratisch praktischen Neubaugebiet geschaffen, das einen in der meist unumgänglichen Abhängigkeit von Kreditgebern später oftmals in Zwangslagen und Unfreiheiten ohne gleichen bringt, ohne auch nur annähernd über die wahren Bedürfnisse an das Wohnumfeld nachgedacht zu haben bzw. diese erspürt zu haben. (Ich weiß, das ist überspitzt dargestellt, mancher mag diese Wahl auch bewusst getroffen haben und es ist ok).

Natürlich spielen beim Thema Umfeld auch Faktoren wie Menschen, Infrastruktur, Arbeitsplatz, usw. eine große Rolle, ich möchte hier jedoch mal bei den baulichen Qualitäten bleiben.

Der Platz, an dem wir leben, sollte uns Kraft schenken, uns zur Ruhe kommen lassen, uns Entfaltung ermöglichen, uns inspirieren.

Wie ist das bei dir? Weißt du, was du brauchst? Was ist nötig, damit deine Seele aufatmen kann, damit du erblühen kannst?

Brauchst du Licht oder bist du eher ein “Höhlenmensch”?

Fühlst du dich in der Natur wohl oder im Gewimmel einer Großstadt?

Was ist mit Lärm? Und welche Art von Lärm?

Und dann gibt’s da noch die anderen Emissionen, z.b. Düfte, wenn ichs mal nett formuliere.

Und nicht zu unterschätzen der Punkt Ästhetik.

Wo fühlst du dich zu Hause, magst dus neu und modern oder lieber historisch?

Wie ist es mit den dich umgebenden Materialien? Gesund, ökologisch, natürlich oder einfach praktisch und preiswert?

Was ist mit Komfort und Technik? Wie wichtig ist das wirklich?

Wie wichtig ist dir dein ökologischer Fußabdruck, also das, wie du mit der Erde umgehst, was du ihr nimmst, was du ihr hinterlässt durch dein Haus, deine Wohnung? Und ich rede hier nicht von Energieeinsparverordnungen und DIN-Normen, ich rede vom verantwortungsvollen Umgang mit dem, was die Erde uns schenkt, von geben und nehmen und von der Liebe zu unserem blauen Planeten …. Doch dazu zu einem anderen Zeitpunkt mehr.

Sicher gibt es noch viel zu den einzelnen Gedanken zu sagen und ganz sicher gibt es auch noch mehr solcher Fragen. Vielleicht konnte ich dir schon hiermit die ein oder andere Anregung geben. Es lohnt sich, die Fragen wirken zu lassen. In erster Linie für dich und dein Wohlbefinden.

Ich freue mich auf eure Gedanken dazu.

Herzlich, Marianne

2 thoughts on “Die Frage nach dem passenden Umfeld …

  1. Das sind gute und wertvolle Gedanken und im Bezug auf Düfte – mmmh, ich backe gerade noch einen Apfelkuchen und freu mich richtig drauf, dich morgen zu sehen, und mit dir gemeinsam ein fehlendes Glied in meinem Häusle wieder einzusetzen! Bis bald, Christine

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